Heute teste ich das gusseiserne Waffeleisen, das ich meiner Frau geschenkt habe. Das ist eine lustige Geschichte, denn ich bin ja der Grillverrückte bei uns. Waffeln mag ich zwar auch gerne, aber nicht ganz so gerne wie meine Frau sie mag. Und so kam es, dass ich ihr das erste Grill-Equipment geschenkt habe, welches ich heute für uns ausprobieren darf.

Und ich muss schon zugeben, dass ich sehr gespannt bin. Die Schwere des Waffeleisens lässt eine massive Qualität vermuten und ich hoffe, dass die Waffeln durch die gleichmäßige Wärmeverteilung des hoffentlich hochwertigen Gusseisens gut gelingen werden.

Es ist nicht das erste Waffeleisen für den Grill, denn ich besitze ein anderes, das ich günstig erstanden habe. Leider zu günstig, denn es ist leider kein echtes Gusseisen und die (dadurch vorhandene) Beschichtung hat sich sehr schnell abgelöst. Außerdem hat es gummierte Handgriffe, wodurch sich das Waffeleisen nicht komplett auf den Grill legen ließ. Damit machte das Waffel-Grillen keine Freude.

Dieses Waffeleisen ist anders. Es ist schwer, sehr schwer. Das Gewicht kommt durch das massive Gusseisen. Ein großer Vorteil ist hierbei, dass das gusseiserne Waffeleisen auseinandersteckbar ist. Die Scharniere verhaken sich lediglich ineinander, so dass man auch mit Grillhandschuhen das Waffeleisen gut auseinanderbauen und auch wieder zusammensetzen kann. Ein Einbrennen für den ersten Einsatz war nicht nötig, denn das Waffeleisen ist bereits eingebrannt und kann nach der Reinigung mit warmen Wasser (ohne Spülmittel, denn das würde die Patina zerstören) sofort verwendet werden.

Der erste Grilleinsatz des gusseisernen Waffeleisens

Wie bei jedem Grillzubehör aus Gusseisen ist es wichtig, dass das Gusseisen zunächst auf Temperatur gebracht wird. Da ich noch keine Erfahrung mit diesem Waffeleisen habe, erfolgte das Vorheizen auf halber Leistung für 15 Minuten. Dazu habe ich die Ober- und Unterseite auseinandergehakt und beide Teile mit der Rückseite in die direkte Hitze des Broil King Regal 490 gelegt.

Als Waffelteig verwende ich das Lütticher Waffelrezept mit Hagelzucker. Der grobkörnige Zucker karamellisiert beim Grillen und sorgt so für das charakteristische Aussehen und Geschmack.

Sobald die beiden Hälften des Waffeleisens auf Temperatur sind, schnappe ich mir meine Grillhandschuhe und stecke Ober- und Unterteil zusammen. In die aufgeklappte Fläche, die aus vier Einzelflächen besteht, kommt nun ein großzüger Esslöffel Waffelteig.

Dadurch, dass das gusseiserne Waffeleisen keine gummierten Handgriffe hat, kann ich das Eisen nun so weit wie möglich auf die Grillfläche schieben. Ich lasse die Spitze des Handgriffs so gerade eben noch nach draußen ragen, damit ich mit dem Grilldeckel Druck auf die Handgriffe ausüben kann. So sorge ich dafür, dass der Teig sich gleichmäßig in der Form ausdehnt, weil sich das Waffeleisen nun nicht beliebig auseinanderdrücken kann und der Teig sich somit in der Form verteilen muss.

Vor allem bei der ersten Waffel bin ich sehr gespannt, ob sie mir gelingen wird. Schließlich kenne ich das Material und seine Wärmeleitfähigkeit nicht, ebenso wenig wie die optimale Grilltemperatur und -dauer. Nach drei Minuten werfe ich einen ersten Blick auf die Waffeln und bin sehr positiv überrascht. Durch das hochwertige Gusseisen verteilt sich die Hitze sehr gleichmäßig, so dass alle vier Waffeln gleichmäßig angebräunt sind. Okay, die vorderen beiden Waffeln sind einen Ticken heller, aber das kommt durch den etwas geöffneten Grilldeckel, wodurch in diesem Bereich etwas Hitze verloren geht.

Ich drehe nun schnell das Waffeleisen um 180 Grad, damit auch die bisherige Oberseite auf dem Grillrost aufliegt und direkte Hitze abbekommt. Nach fünf bis sechs Minuten sind die ersten Waffeln fertig.

Die Lütticher Waffeln riechen köstlich und so schmecken sie auch – vor allem mit heißen Kirschen! Wie die originalen Lütticher Waffeln sind sie von außen durch den Hagelzucker leicht karamellisiert und innen durch die großen Zuckerstückchen knusprig. Einfach lecker, vor allem jetzt zur Vorweihnachtszeit!

Das Waffeleisen hat dabei einen super Job gemacht. Es erwärmt sich sehr gleichmäßig und es wurde ab Werk sehr gut eingebrannt. Die Waffeln ließen sich daher gut der Form entnehmen und klebten kaum fest – was angesichts des karamellisierten Zuckers schon erstaunlich ist. Durch den Steckmechanismus konnte ich das Eisen auch perfekt mit Grillhandschuhen bedienen. Einfach top!

Tipps zur Reinigung und Lagerung des Waffeleisens

Wie bei allen Gusseisen-Produkten ist Spülmittel tabu. Das Waffeleisen wird mit heißem Wasser abgespült und etwaige eingebrannte und hartnäckige Zuckerreste kann man vorsichtig abkratzen. Hierbei sollte man darauf achten, die vorhandene Patina nicht zu beschädigen – sonst droht Rost!

Das Waffeleisen nun mit Küchenpapier trocken tupfen und mit etwas Pflanzenöl einreiben. Das Öl ist ein natürlicher Rostschutz, so dass auch eine längere Lagerung ohne Benutzung kein Problem ist.

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