Lecker!Auf der Liste meiner Grillprojekte stand auch seit längerem Manouche. Das ist eine Art libanesische Pizza, die mit Zaatar, einer Mischung aus Olivenöl, Salz, Oregano und Thymian bestrichen und nach Belieben mit weiteren, frischen Zutaten wie z.B. Gurken, Tomaten oder Oliven und der obligatorischen frischen Minze belegt wird. Obwohl ich eigentlich kein Freund von Minze bin, wollte ich dieses Gericht mal unbedingt selbst zubereiten und ausprobieren.

Fangen wir mal mit dem Teig an. Deutsche Rezepte waren schwer zu finden, deswegen habe ich mich an einem englischen Rezept versucht (das erklärt dann auch die Mengenangaben in Cups 🙂 ). Meine Tasse war mehr so ein kleiner Kaffeebecher, der bis auf normale Trinkhöhe gefüllt war. Ihr braucht also:

6 Tassen Mehl
1 EL Zucker
1 TL Salz
1 Päckchen (Trocken-)Hefe
2 Tassen Wasser
0,75 Tassen Milch

Zunächst das Hefe-Wasser-Gemisch ansetzen. Dazu lauwarmes Wasser mit der Hefe und dem Zucker verrühren und fünf Minuten ruhen lassen. In der Zwischenzeit das Mehl in einer großen Schale mit dem Salz vermengen und in der Mitte eine Kuhle ausbilden. In die Kuhle das Hefe-Wasser-Gemisch gießen und mit einer Gabel vom Schalenrand langsam das Mehl unterheben. Wenn der Teig zu trocken wird, langsam Milch hinzufügen. Nach einiger Zeit sollte der Teig soweit sein, dass er von Hand ordentlich durchgeknetet werden kann. Je länger, desto besser. Wenn ihr den Teig einschneidet, sollte er gleichmäßig über viele, feine Poren verfügen. Den Teig nun mit einem nassen Tuch abdecken und eine Stunde an einem warmen Ort gehen lassen.

In der Zwischenzeit kann das Zaatar zubereitet werden. Das ist ein Gemisch aus Olivenöl, etwas Salz, Oregano und Thymian. Wenn die Stunde um ist, den Teig noch einmal durchkneten und wieder abgedeckt für ca. 15 Minuten stehen lassen.

Ich habe diese Zeit genutzt, um den Grill anzuheizen. Im Original wird Manouche auf einer heißen gusseisernen Platte gebacken. Kein Problem für mich, ich habe ja schließlich noch meine Plancha, die über eine geriffelte und eine glatte Seite verfügt. Das sollte doch prima damit klappen! Die Plancha wurde nun 15 Minuten vorgeheizt auf etwas mehr als halbe Power. Wenn die Platte zu heiß ist, würde mir sonst der Teig verbrennen, deswegen fange ich erstmal mit geringerer Temperatur an.

Nun ein kleines Stück Teig abnehmen und hauchdünn ausrollen. Das hauchdünn ist sehr wichtig, denn die Manouche darf nur kurz gebacken werden und sie sollte nicht zu fest werden, da die Manouche zum Essen gerollt wird. Ich habe mit dem Nudelholz also ein kleines Stück so gut es ging plattgerollt und dann auf die Plancha verfrachtet. Der Teig ist diesmal wirklich gut gelungen: Kaum lag er auf der Plancha, fing er sehr schön an Blasen zu werfen und durchzubacken. Echt klasse!

Wenn nach circa 2-3 Minuten von jeder Seite der Teig durchgebacken ist, kann er mit Zaatar bestrichen und nach Belieben belegt werden. Wir haben uns für Gurke, Tomaten, Oliven und Feta entschieden. Zum Schluss folgt die frische Minze. Das Ganze wird dann gerollt und fertig ist der Spaß.

Und eines kann ich euch sagen: Die Dinger sind verdammt lecker! Das Zaatar ist sehr würzig und noch dazu die Minze ergibt dann ein wirkliches neues Geschmackserlebnis, frisch und intensiv. Sehr, sehr lecker. Manouche gab es bestimmt nicht zum letzten Mal bei uns!

 

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