Hunger! Hunger! Ob es so gut schmeckt, wie es aussieht?Herbstzeit ist auch Flammkuchenzeit. Mit der Süßkartoffel-Walnuss-Variation möchte ich auch meinen neuen Muskat-Flammkuchenteig das erste Mal ausprobieren. Für zwei Flammkuchen brauche ich folgende Zutaten:

1/2 Süßkartoffel, gehobelt
1 gewürfelte weiße Zwiebel
1/2 gewürfelte Bund Frühlingszwiebeln
2 Portionen Muskat-Flammkuchenteig
100gr Walnusskerne
2 EL Butter oder Margarine
2-3 EL brauner Zucker
1 Becher Crème Fraîche
Salz und Pfeffer
etwas Milch

Bevor ihr mit der Zubereitung beginnt, solltet ihr den Grill anheizen, wenn ihr den Flammkuchen so wie ich auf dem Pizzastein zubereiten wollt. Bei den derzeitigen Außentemperaturen (ca. 12 Grad) benötigt der Pizzastein mindestens 15 Minuten, bevor er richtig auf Temperatur gekommen ist.

Während sich der Pizzastein aufwärmen darf, kann ich mich um die Crème Fraîche kümmern. Dazu rühre ich sie mit etwas Milch an und schmecke sie mit Pfeffer und Salz ab. In einem Topf erhitze ich als nächstes die Margarine (Butter geht auch) und schmelze den Zucker darin. Die kleingehackten Walnusskerne rühre ich dann unter und karamellisiere alles. Den Topf stelle ich nun an die Seite.

Zum Schluss die gehackten Walnüsse einrühren.

Für den Belag braucht es nun noch die Süßkartoffel sowie zwei Sorten Zwiebeln. Starten wir mit der Kartoffel: Schälen und hobeln, fertig. Die weiße Zwiebel würfel ich als nächstes in feine Stücke, die Frühlingszwiebel schneide ich in Ringe.

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren: Gehobelte Süßkartoffel und Frühlingszwiebeln.

So, fehlt noch der Teig. Dazu forme ich zunächst aus einer Teigportion grob ein Oval und bearbeite es dann mit dem Nudelholz, bis ich einen schönen dünnen Teig bekommen habe, auf den ich dann die halbe Portion der Crème-Fraîche-Masse verstreiche. Beim Bestreichen achte ich darauf, einen Stückchen Rand überall frei zu lassen, damit der Flammkuchen später einen krossen und braunen Rand bekommen kann.

Wie auch beim Pizza Grillen verwende ich hier den Trick mit dem Backpapier.

Auf den mit Crème-Fraîche bestrichenen Flammkuchen kommt nun die gehackte weiße Zwiebel, auf die die gehobelte Süßkartoffel folgt. Und ein paar Frühlingszwiebeln haben es auch auf den Teig geschafft!

Darauf folgt die Süßkartoffel und etwas von den Frühlingszwiebeln.

Dieses Mal habe ich für euch auf die Uhr geschaut. Bei meinem vorgeheizten Pizzastein und maximaler Hitze (das Deckelthermometer war auf Anschlag bei 375 Grad) braucht der Flammkuchen exakt 8 Minuten, um so auszusehen:

Der Teig macht sich sehr gut: Eine leichte Blasenbildung am Rand und eine knusprige Konsistenz.

Klasse, oder? Darauf kommen nun noch die gehackten, karamellisierten Walnüsse sowie frische Frühlingszwiebeln.

Wie aus dem Kochbuch - ist aber selbstgemacht ohne Food Styling :-)Die fertigen Flammkuchen waren im Nu aufgegessen, und das lag nicht nur daran, dass wir so lange keinen Flammkuchen mehr gegessen hatten! Die Süßkartoffel bringt eine leichte Süße auf den Flammkuchen. Süße bringen auch die karamellisierte Walnüsse, aber ich war positiv überrascht, dass der Flammkuchen trotzdem herzhaft schmeckt. Dafür sorgen nämlich die Zwiebeln und auch die Walnüsse. Schinken habe ich da zu keiner Zeit vermisst.

Und der neue Teig hat sich hervorragend bewährt. An den Rändern ist er schön aufgegangen und der gesamte Boden ist knusprig. Und Muskatnuss und Flammkuchen gehören ja sowieso zusammen 🙂

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