Frische Feigen

Es ist mal wieder Zeit, meine food@travel Kategorie zu befüllen – Gründe genug gab es bei unserem Mallorca-Urlaub. Leider hatte unsere Unterkunft keinen Grill und Einweggrills sind auf der schönen Insel Mangelware – schließlich wäre die Waldbrandgefahr zu hoch. Trotzdem war unser Urlaub ein (nicht nur) kulinarischer Genuss. Wie ihr wisst, probiere ich gern Lebensmittel, die ich noch nicht gegessen habe.

So musste ich auch die gelbe Wassermelone probieren, als ich sie im Supermarkt entdeckt habt. „Gelbe Wassermelone? Meint der eine Honigmelone?“, werdet ihr euch jetzt sicher fragen. Und die Antwort lautet: Nein! Ich meine tatsächlich eine gelbe Wassermelone, auch bekannt als Ananasmelone. Von außen sieht man auf den ersten Blick keinen Unterschied zu der in Deutschland bekannten Wassermelone mit dem roten Fruchtfleisch. Beim Aufschneiden leuchtet einem ein kräftiges Gelb entgegen – ungewohnt, aber verlockend!

Ananasmelone

Optisch kann ich sagen: Die Ananasmelone sieht genauso erfrischend und fruchtig aus wie ihre rote Schwester. Die gelbe Wassermelone ist im Geschmack etwas süßer und ansonsten nahezu gleich im Geschmack wie die rote Wassermelone. Natürlich ist der Geschmack von Melone zu Melone ohnehin unterschiedlich und vielleicht bin ich hier an ein etwas süßeres Exemplar geraten. Optisch also definitiv mal etwas anderes, geschmacklich gewohnt lecker!

Kommen wir nun zur nächsten kulinarischen Premiere für mich: Ob ihr es glaubt oder nicht: Ich kann mich nicht daran erinnern, jemals frische Feigen gegessen zu haben. Bisher habe ich immer nur getrocknete Feigen gegessen, die auch sehr lecker sind. Als ich auf dem Markt von Alcúdia nun frische Feigen entdeckt hatte, musste ich einfach zugreifen. Zwar ist die Feigenzeit auf der Baleareninsel Mitte August schon fast vorbei, aber zum Probieren war es definitiv nicht zu spät. Wir haben dunkel violette und grüne Feigen probiert. Man merkt, dass die Feigen bereit für den Verzehr sind, wenn sie sich weich anfühlen. Das taten unsere Exemplare!

Die Feigen mit der violetten Schale sind genau wie die grünen Feigen von innen voll mit kleinen essbaren Kernen, das Fruchtfleisch ist weiß-rosa bis rot.

Frische Feigen mit Kernen

Die violetten Feigen haben mir persönlich sehr viel besser geschmeckt, sie hatten ein noch süßeres, aber zugleich mildes Aroma. Wenn wir nicht alle pur weggenascht hätten, hätten sie sehr gut zu Ziegenkäse, Obstsalat oder Schinken geschmeckt. Wenn ich daran denke, bekomme ich direkt wieder Hunger…

Was ich auch gelernt habe: Eine für Mallorca typische Feigenart ist die dort einheimische „Col de Dama Rimada“ (auf deutsch: Damenhals). Bei der Col de Dama Rimada gilt: Je älter der Baum, desto leckerer die (grüne) Frucht. Ich bin mir nicht sicher, ob es sich bei unseren grünen Feigen um die Col de Dama Rimada gehandelt hat, in Deutschland bekommt man sie aber in jedem Fall recht selten zu Gesicht, da bei uns die violetten Feigen eher im Supermarktregal oder auf dem Markt zu finden sind.

Was optisch auch sehr schön aussah, waren die Chili Zöpfe auf dem Markt. Sie leuchteten in allen Farben und bestanden aus den verschiedensten Chilisorten. Es hat mir kurz in den Fingern gejuckt, einen solchen Chili Zopf zu kaufen – aber dann war er mir einfach zu groß und sperrig. Insofern blieb es beim Anschauen…

Chili Zopf

Natürlich haben wir noch viel anderes Obst und Gemüse frisch vom Markt gegessen, aber die Ananasmelone und die frischen Feigen waren meine kulinarischen Highlights – neben einem Besuch auf dem Mercat de l’Olivar, Palmas größter Markthalle. Mehr über diese Markthalle erfahrt ihr in Kürze – stay tuned!

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